Kolkata und sundraban

Da die tänzer*innen (vom vortag) alle für den workshop hier sind und dementsprechend zur hälfte auch touris schliesse ich mich ihnen an, nach dem showdown noch einen tag die stadt zu erkunden. Extrovertierter geht es kaum und mit dem essen ists ziemlich kompliziert, also eigentlich wie tänzer*innen aus europa.

ich geniesse das ich mich nicht selber um die sehenswürdigkeiten kümmern muss

Am Folgetag sind dan alle abgereist, ich geniesse einen ersten ruhetag seit langem (bedingt ruhig bei evtl jobangebot vor insel) und entscheide mich nach langen hin und her kolkata doch noch ein letztes mal zu verlassen um die mangrovenwälder von sundarban zu sehen.

um 08:00 gehts los und gut 4h später sind wir nach bus-fähre-minibus an der grenze zum nationalpark.

die fähre sieht hier so aus

es gibt noch einen ersten bootschlänker, richtig los gehts dann am nächsten tag

kroki, ca 3-4m

die bootsafari war wiedeal eine gute idee, an meinen fotokünsten kann ich noch arbeiten da ich das meiste verpasst habe aber um das gehts ja auch nicht

dann gibts wieder eine rückfahrt von 4h und ich bin zurück in kolkata, jetzt bleibe ich definitiv noch 2 tage da und dann ab nach hause. bei der ankunft überrascht mich noch ein gewitter und so sehe ich zum ersten mal in 2 monaten noch etwas niederschlag.

von kohora nach kolkata

Im Bambusresort bleibe ich noch zwei weitere nächte und genisesse die ruhe wie auch die mobilität mit dem töff und erkunde ein bisschen die umgebung.

wasserfall umgeben von bambuswäldern, welche hier als „bausubstanz“ regelrecht landweirtschaftlich angepflanzt werden
off the beaten track: die federung vom töff wird während 1h durch die reisfelder getestet.

am 3. tag wird dann ausgecheckd und das tagesprogramm besteht vorwiegend aus zurückbrettern nach guwahati.

das border road office(kurz BRO) hat sich hier einen scherz erlaubt
noch als eindruck: das flussbett des flusses brahmaputra, am horizont das eine ufer, 100m hinter mir das andere

zurück un guwahati geht es dann um töff zurückgeben und zugticket buchen, dies gelingt ohne weitere umstände für den nächsten tag um 12h

guwahati am morgen

und so bin ich 18h zugfahrt später wieder am bahnhof kolkata. Um nicht um 06:00 morgens einzuchecken gibt es einen morgenspaziergang zum vicoria memeorial in gesellschaft eines anderen reisenden den ich am bahnhof kennengelernt habe

zurück im hostel, in dem ich vor 10tagen für knapp 10h untergekommen war werde ich wie der verlorene sohn wiederempfangen, da viele der hieseigen gäste zum arbeiten da sind ist am sonntag sowieso feierstimmung und so geniesse ich den rest des nachmittages dort, am abend gibts dann noch eine tanzaufführung eines mitbewohners.

arunachal pradesh oder kaziranga

der nächste tag verbringe ich vor allem auf der autobahn nach tezpur, da sonntag ist hält sich auch das abendprogramm in grenzen. von tezpur entscheide ich mich nach arunachal pradesh einzureisen, die erforderliche spezialbewilligung habe ich am vortag erhalten.

Der ursprüngliche plan war, bis nach tawang über den 4000m hohen sela pass zu fahren, eingeplant waren dafür 3-4 tage, doch diese pläne änderten sich rasch.

gut 4h war die fahrt auf den vorherigen pass, 2500müm, auf dem sich das dorf Bomdila befindet. die strasse war steil abfallend und die eigentlich neue strasse oft von erdrutschen unterbrochen so dass gewisse offroad-eskapaden über jewieils 20-50m unumgänglich waren

die landschaft war wunderschön, die siedlungen sind aufgrund der grenznähe stark vom militär geprägt was fotoaufnahmen weitgehend verboten macht, dies wird auch genügend betont.

Bomdila selber war dann schon empfindlich kühl und es wurde zunehmend bewölkt, sodass ich ich in der gesamtschau des vormittags entscheide den himalaya auf eine spätere reise zu vertagen und am selben tag nach tezpur zurückzukehren, eine entscheidung die ich retrospektiv keineswegs bereue.

bomdila auf 2500 und gefühlt die einzigen wolken die ich in den letzten 2 monaten zu sehen bekommen habe

ich lasse mich noch zu einem zmittag nach lokaler manier (curry mit bambussprossen und fermentierten sojabohnen) hinreissen, dann gehts wieder bergab.

und so habe ich, zurück im staat assam, deutlich mehr zeit für den kaziranga nationalpark, der vor allem für seine nashorn- und tigerpopulation bekannt ist. bevors auf die safari geht suche ich mir jedoch eine unterkunft, das motto hier ist bambus

der „luxusresort“, eine nacht kostet saftige 22.-
die alternative: 10.- für eine hütte wie sie auch von den locals bewohnt wird

Dekadenterweise entscheide ich mich für die luxusvariante da sie mich mit dem saubersten badezimmer das indien bisher zu bieten hatte überzeugte 🙂 und buche eine safari für den folgetag.

Diese ist bombastisch!!!!

nur der tiger entzieht sich uns, ich wurde aber vorgewarnt dass es eher unwahrscheindlich ist dass wir einen zu gesicht bekommen.

ansonsten sprechen die bilder für sich

und so ist meine entscheidung hierherzukommen ein voller erfolg, mal schauen wie lange es mir hier noch gefällt

nordosten 1.0

der flugtag war sehr unspektakulär, alles hat reibungslos geklappt, auch die nächsten beiden tage geben erzählerisch/für die fotogalerie nicht viel her: nach einem lustigen halbtag in kolkatta gings spontan mit dem zug für 18h gen guwahati, dort angekommen habe ich ein töff für die nächsten 10tage gemietet und den folgenden nachmittag fahrend nach shillong verbracht und habe mir luxuriöserweise wieder einmal ein hotelzimmer gebucht

der heutige tag hinggegen kompensiert wiederum dafür: um 08:00 mit einem chai und toastsandwich geweckt (die nehmens ernst mit dem bed and breakfast) bin ich schon in der stadt bevor der erste laden geöffnet hat, und so vertörle ich mir die zeit auf dem märit bis ich mir schliesslich um 10uhr eine warme kleidergarnitur zulegen kann, shillong ist nämlich schon 1500müm.

dann gehts nach süden, und das landschaftsbild ändert sich komplett. Denn dieser teil meghalayas befindet sich auf einem plateau, welches gegen süden „canyon“-artig abfällt bis schliesslich in der talsohle bangladesh beginnt.

zur monsunzeit sollen hier überall noch wasserfälle sein
liess mich in einem leeren bachbett tatsächlich zu einem selbstauslöser hinreissen, da hinnten gehts dann unmittelbar 100e meter runter

dann giengs kurvenreich den hang hinab bis zu den living-root brücken, also brücken die aus den wurzeln von lebenden bäumen geflochten und dadurch oft schon 100e jahre alt sind.

was mir google maps jedoch nicht verraten hat, ist dass es vom parkplatz noch einmal 1.5h zu fuss respektive 3000stufen zu diesen brücken sind, also verlor ich keine zeit, fand einen guide der mir den weg zeigen sollte und los giengs.

so giengs zuerst mal ziemlich lang bis wir irgendwann ins bachbett kamen
dann giengs über eine stahlbrücke, bis 2018 wurde noch die alte „brücke“ benutzt (oben im bild). PS: baden war da nur mit schwimmweste erlaubt, sodass ich dankend verzichtete😢
und schliesslich waren wir da: die „doppeldeckerbrücke“, alles aus wurzeln des baumes rechts im bild

nach kurzer trinkpause und bestaunen sowie begehen der brücke(n) gings dann das ganze wieder hoch, oben angekommen merkte ich dass ich seit dem zmorge nichts mehr gegessen hatte und so gab es noch ein thali, da es bisher noch keine essensbilder gab voila

hat mich satte 2.- gekostet

und dann giengs zurück, bis ich bereits wieder im dunkeln im hotel angekommen bin, morgen wird beim early-chai dann die weiterreise geplant.

munnar

Definitiv ein highlight waren die kurzen drei tage in munnar und umgebung.

bis auf einen kurzen tee-museums/fabrikbesuchs beschränkte sich das programm auf spazieren in teefeldern und endlich wieder mal selber kochen.

jemand muss ja schliesslich den briten die rösti zeigen, die wissen ja kaum was ein härdöpfu ist

viel mehr gibts da gar nicht zu sagen, morgen gehts nach langem hin und her und einigen misslungenen buch-versuchen nach kalkutta(falls es klappt).

ab morgen getrennte wege: hier noch meine gspändli steph und joj (von links nach rechts) während der letzten zwei wochen

kochi und aleppey

in kerala angekommen (mit 11h verspätung) ist unser in kochi geplanter tag eigentlich schon gelaufen. kochi ist (wenn auch nicht die politische) die kultur/touri-hauptstadt von kerala und so nehmen wir im dunkeln doch noch einen anlauf etwas von der stadt zu sehen.

nicht erleichtert wird dieses unterfangen dadurch, dass der 1.02. ist. als indischer staat mit dem grössten alkoholproblem ist am 1. tag des monats (bzw zahltag) der ausschank und verkauf von alkohol verboten, damit geht einher, dass alle schenken jeweils die tore geschlossen halten.

dennoch schliessen wir mit einigen feierfreudigen bekanntschaft, für 1.- mehr pro bier drückt auch der securitas im shop ein auge zu und wir haben schlussendlich einen super abend in kochi und sehen ein bisschen die lokale ausgansszene am flussufer

am nächsten tag gibt mir meine reisegesellschaft durch langes ausschlafen die möglichkeit, kochi auch tagsüber zu sehen, am nachmittag geht es weiter nach aleppey, welches für seine backwater-systeme bekannt ist. gerade noch rechtzeitig auf den sonnenuntergang schnappen wir uns ein kayak und geniessen die letzten strahlen auf dem wasser

eines mosquitos feuchter traum

obwohl die backwaters gefallen fährt uns aleppey ein bisschen schräg ein und wir entscheiden uns für einen längeren aufenthalt im bergigen munnar in den teefeldern, der auch die letzte gemeinsame etappe mit joj und steph darstellt, da diese dann nach hongkong weiterziehen.

im dunkeln angekommen haben wir auf der hinfahrt erst einen vorgeschmack der hiesigen region erhalten

Goa

goa ist genau so wie man es erwartet: gestartet im norden ist es eine partydestination, im vergleich zu rajasthan wimmelt es nur so von touris (va europäer und russen) und das meer am unendlich langen strand ist 27 C warm. eine wilkommene abwechslung die man dann auch ziemlich schnell gesehen hat

definitiv im süden angekommen: der hinterhof vom hostel mit hiesig typischer botanik
so ziemlich jeder tag ein highlight der sonnenuntergang, wenn die temparaturen wieder angenehm werden

Und so entscheiden wir uns noch für eine nacht im „ruhigeren“ süden. wir realisieren ziemlich schnell das hier das gleiche motto gilt, nur statt partylustigen gleichaltrigen handelt es sich bei den anderen touris um rotgebrannte päärli in den späten 50ern an denen sich die jahresringe sammeln oder jungfamilien. beim sofortigen planen der weiterreise fällt uns dann auf, das es keine busse gibt und die züge für 2 tage ausgebucht sind!

Also bleiben wir gezwungenermassen 2weitere nächte, der leidensdruck dabei ist klein und die abende am meer gemütlich.

als dann der reisetag eintrifft bin ich froh aus der strandlethargie aufzuwachen und sehe mich im bahnhofstädtchen madgao um

unser zug gibt bereits 2h vor abfahrt eine verspätung von 8h an, also machen wir es uns im kaffee gemütlich. als wir dort um mitternacht rausgeschmissen werden ist die verspätung stundenweise auf 12h angestiegen und so steigen wir um 04:00 in den eals nachtzug geplanten zug ein nach kerala

am bahnhof ist es üblich zu schlafen, da es eigentlich ständig einen zug gobt der sich >5h verspätet

mumbai

ein tag der für sich einen eintrag verdient. um 06:00 in mumbai angekommen gehen wir als erstes ins nap-hostel gleich bei der bushaltestelle, keineswegs für eine übernachtung sondern um unser gepäck für den tag abzuladen und mit dem wifi den anschlussbus am selben tag zu buchen.

unser plan wird dort mit einem schulterzucken zur kenntniss genommen und wir werden sogar noch zu einem nap im entree eingeladen bis die ersten kaffees ihre türen öffnen.

nach besagtem nap gelingt es dann einen nachtbus um 21:00 zu buchen und so bleiben uns gut 12h um mumbay zu erkunden…

der mehr braune als grüne park wird vorwiegend als cricketfeld gebraucht

wir starten mit den hauptsehenswürdigkeiten der kolonialzeit und schlendern im gediegeren quartier der stadt umher, die atmosphäre ist wesentlich „europäischer“ als in rajasthan, wenn auch das klima schon fast tropisch

unten die läden/stuben und arbeitsplätze, oben die schlafplätze, so sieht eine „hauptgasse“ in dhavari aus
ich weiss, gegenlicht🙄

danach kurz nach dhavari, das slum dass man aus slumdog millionaire kennt. sicher eine der bisher eindrücklichsten szenerien dieser reise, denen diese fotos nicht ganz gerecht werden, man hält sich in den belebten abschnitten jedoch nicht so fürs fotografieren da man den menschen quasi im wohnzimmer steht.

und schliesslich noch den obligaten bollywood-kinobesuch

1.- eintritt, 2.- für popkorn und coci, beklagen kann ich mich nicht

für den ganzen film hats leider nicht ganz gereicht und auch so den bis nur noch verwütscht weil er selber auch verspätung hatte, alles in allem ein gelungener tag. und jetzt ab nach goa

udaipur zum 2.

zurück in udaipur geht die party richtig los!

da am 22. ein neuer tempel in uttar pradesh eingeweiht wird, wird nationsweit 3 tage lang gefeiert. die onehin schon eher lärm-immunen locals liefern sich feuerwerks-abtausche die keinen lautstärkeregulationen angepasst sind und auch für lautsprecher gilt während dieser zeit offenbar nur 100%, und das zu jeder tages und nachtzeit!! wir wagen uns jeden tag für wenige stunden nach draussen und erhohlen uns dann auf der hosteldachterasse so gut es eben geht vom lärm, geniessen aber die festlichkeiten so nah mitzuerleben!

tag und nacht am feiern (konnte es leider nicht als video hochladen)

schliesslich geht es dann an die planung der weiterreise und die gemütliche gesellschaft von joj und steph (sheffielder die ich mitlerweile mehrmals zufällig/geplant wieder getroffen habe)überzeugt mich, mich ihnen in den warmen süden anzuschliessen. bei gastrointestinalen symptomen von steph verlegen wir die abreise vorerst auf den 23. nachmittags (also jetzt), und bleiben auch dabei als es auch noch joj erwischt. dabei bleibt mir nur zu hoffen, das ich in den nächsten 16h busfahrt verschont bleibe, denn beim festlichen streetfood sind wir alle etwas nachlässiger mit den vorsichtsmassnahmen geworden.

für einen kochkurs hat es in diesen tagen auch noch gereicht, ich bleibe gespannt ob ich das naan nun im schweizer klima genausogut hinbekommen werde.

ab in die wüste

lecht schräger horizont bei wackligen kameraverhältnissen

Da gings los für 2 nächte in die wüste!! da das hier das standart-touri ding ist gibt es 1000 verschiedene anbieter. ich verlasse mich bei der auswahl auf die empfehlng von steph und joj, ein sheffielder reiseduo dass ich schon aus jaipur kenne und das mit 1nacht vorsprung im desert-camp auf mich wartet.

zusammen mit einem „british couple“ würde ich also um 2pm aufs kamel steigen.

als es soweit ist stosse ich auf jo und matt, ein londoner päärli auf 1-jähriger hochzeitsreise, die ich ebenfalls bereits aus jaipur kenne, so ist unser dorm auf unterschiedlichen wegen wieder am selben ort gestrandet

bei der wüste handelt es sich um eine steppenlandschaft die nach und nach in dünen übergeht, um jedoch in die hügel ohne jegliches lebenszeichen vorzudringen müsste man näher an die pakistanische grenze als sich eine reiseagentur zutraut, und so ist unser lager im feinen sand zwischen wenig gestrüpp

blick vom „bett“, einer stoffdecke als unterlage und zwei decken zum wärmen

während 2 tagen werden wir über dem feuer bekocht, reiten täglich ca3h kamel (was vorig genug isch) und geniessen die ruhe, sonnen auf- und untergänge und den sternenhimmel. ein absolutes highlight!

zurück in jaisalmer geniesse ich gemütlich die stadt, welche sich auch als wunderschöne wüstenstadt mit belebter festung entpuppt. da victor leider nicht nach indien kommen kann sind die ohnehin wenigen fixpunkte für die nächsten tage auch noch weg und es eröffnen sich neue möglichkeiten. das einzige klare ist, dasses ostwärts geht, udaipur, da diese stadt bisher am besten gefallen hat. und so bin ich wieder im nachtbus, ein auge auf den süden gerichtet, eines auf den osten, welches es dann wird entscheide ich äuä morgen…

in jajsalmer, sind wir mehr zufälig drahäregloffe
s ganze fort passt leider nid uf eis foto