Bald geht‘s los!
Obwohl es in Luzern auch cheiben schön ist, gehe ich jetzt mal in den Osten.
Abflug am 5.1.2024



Bam! …sho in Bamberg!




Grande Finale
Gemütliches zMorgen wie gewohnt, dann gehts ab in den frischen Tag mit einem Spaziergang in die Nouvelle Ville.

Erster Programmpunkt ist der Jardin Majorelle. Durch Yves Saint-Laurent übernommen, ausgestaltet und vor & nach seinem Tod von ihm beheimatet, zieht er offensichtlich scharenweise Touristen an. Er ist auch wirklich hübsch, andere Städte würden es wohl botanischen Garten nennen, trumpfen aber auch nicht mit solch farbenfroher Architektur.
Im selben, stolzen Eintrittspreis ist auch noch das Museum Yves Saint-Laurent dabei, der kurze Abstecher in die Modewelt war interessant.
Von da strolchen wir durch das Neustadtquartier Guerliz, welches uns nicht besonders positiv zu überraschen vermag. Die günstigste Kaffepause bisher und ein leckeres zMittag bringt es aber hervor.
Heute ist ja Freitag, in der Muslimischen Welt der Bet-Tag, entsprechend dem christlichen Sonntag. Das konnte man auch hören:
Nach dem Besuch des MACMA, ziemlich underwhelming, bummeln wir wieder zur Medina.

Mit Anbruch der Dunkelheit gehen wir noch ein letztes Mal zum Djema El Fna.
Um 20 Uhr ist Domi dann langsam hibbelig, wir können endlich das geschneiderte Kleidungsstück abholen gehen.

Und tadaa! Hmed hat volle Arbeit geleistet und jemanden richtig glücklich gemacht!

Voller Eindrücke und Erlebnisse runden wir unsere Marokko-Reise noch mit einer letzten Portion Salade Marocaine und Couscous ab, während im Hintergrund Jubelausbrüche zum Schweizer-Nati-Spiel zu hören sind.
Morgen können wir noch gemütlich frühstücken, clever packen und gegen Mittag aufbrechen.
Adé an alle Leser:innen und bis gly!
In den Souks von Marrakesch

Kurz nach dem Frühstück stehen wir schon mitten im ersten Souk. Doch das Leben ist hier erst am aufwachen. Nur die wenigsten Händel bauen schon ihren Auslagen auf, und von den Touristenmassen noch keine Spur. Im Café, zwischen den Locals, beobachten wir, was hier alles so durch die Strassen wackelt: Marokkaner zu Fuss, Tourist:innen in Paaren, Marrakeschis auf Mofas, Tourist:innen in Scharen, Esel mit Wagen, Marrokanerinnen, Film-Crew-Zugehörige, Pferd.
Bis diese Statistik erstellt und der Kaffe ausgetrunken war, hatte der erspähte Stoffladen seine Waren aufgestellt. Wir wurden fündig!

Und zwar für unser Spezial-Projekt: Eine eins zu eins Kopie eines Kleidungsstücks. Der von uns angehauene Schneider hatte jedoch schon ein volles Auftragsheft und so steuerte er uns quer durch den Souk zu einem Zunft-Genossen (wobei das „uns steuern“ eher einem nahezu „uns davoneilen“ entsprach). Morgen werden wir sehen, was Hmed von der Couture Barid für uns aus dem Stoff geschneidert hat.

Danach bahnten wir uns unseren Weg wieder quer durch mehrere mittlerweile erwachte Souks, um zum Maison de la Photograhpie gelangen. Die tollen Bilder zeigen verschiedene Seiten verschiedener Zeiten Marrokos, und setzen unsere bisherigen Eindrücke in einen schönen Kontext. Auf der Dachterrasse gibt es zudem etwas gegen den Hunger, und das Auge isst mit (Blick über die Medina).
Danach schmeissen wir uns wieder in die Souks, einmal quer durch in den Süden ins ehemals jüdische Viertel. Von dort wieder zurück zum Djema el Fna und weiter zum Rahba Kedima. Auch wir haben gefeilscht, gelacht, verhandelt und gekauft. Mit gutem Gewissen können wir aber behaupten, dass unsere Portemonnaies keine Löcher haben und am Ende des Tages noch Bares übrig blieb.
Als wäre das nicht genug, geht es zurück im Hotel erst richtig los: Zuerst gewinnt die Marrokanische Nationalmannschafft gegen Kanada und sichert sich somit den Platz im Achtelfinal. Das erste mal seit 26 Jahren, und die Marrakeschis drehen durch. Noch während des verfassens dieses Blogbeitrages hört man unablässiges Gehupe in den Strassen.

Angesteckt von dieser freudigen Stimmung teilt uns die Riad-Managerin mit, dass sie sonst ein grösseres Zimmer für uns habe, da wir uns gestern etwas über unser Kämmerchen ausgelassen hatten. Jetzt haben wir ein Luxuszimmer im obersten Stock!
Währenddessen hat es geregnet und wir montieren die Regenjacke um noch einen kleinen Happen zu ergattern. Entgegen dem Sog des Zentrums finden wir ein charmantes Café-Imbiss-Restaurant-Takeaway, wo wir uns eine Pastilla schmecken lassen. Bei der Rückkehr erfreuen wir uns erneut ab unserem neuen Zimmer.
Bonjour Marrakech
Nachdem wir uns von Gastgeber Samir verabschiedet hatten, fuhren wir noch die letzte Stunde nach Marrakesch.

Die letzten Kilometer in stadtnähe waren nicht gerade genüsslich, und so verabschieden wir uns von unserem treuen Begleiter mit verschiedenen Gefühlen.
Dann ab in die Stadt, unser Riad aufsuchen. Super gelegen, gemütlicher Innenhof, fantastische Terrasse mit Piscine. Die ganze Pracht ist somit leider aufgebraucht und keine mehr fürs Zimmer übrig…unser Kämmerchen taugt aber zum schlafen Prima.

Nach einem ersten Probeschnuppern der Souks und einer Runde Dachterrasse geniessen, gehts bei Abendsonne auf zur ersten Sehenswürdigkeit, der Koutoubia-Moschee.
Danach drehen wir wieder eine Runde auf dem Djeema el Fna, dem Hauptplatz und Zentrum Marrakeschs. Es tummeln schon mehr Leute hier rum als noch am Mittag und wir beobachten das Treiben von der Terrasse des Café de France aus.

Fürs Abendessen stechen wir dann doch nicht in die tiefen des Souks, sondern landen im heissesten in-Restaurant der Stunde, einen Steinwurf vom Riad entfernt, wo wir mit Wok und Sushi glücklich und sehr lecker die Tajine hintergehen. Um eine gewisse kulturelle Pietät zu wahren, lassen wir jedoch die anderen Gäste den Weinschrank und die gut ausgestattete Bar plündern. Schliesslich wacht das Minarett der Koutouba-Moschee im Hintergrund über unseren Tisch.
Tizi n‘Tichka ⛰️
Heute war wieder Route panoramique auf dem Programm.
Erster Stop war Aït Benhaddou, mit einer grossen, einigermassen instandgehaltenen Kasbah, die durch viele Filmszenen bekannt wurde.
Danach gings entlang der malerischen Provinzstrasse nach Telouet. Diese weitere eindrückliche Kasbah inspizierten wir jedoch nur auf Distanz und fuhren anschliessend über den Tichka-Pass.

Auf der anderen Seite des Atlas rollten wir runter, spiesen irgendwo entlang der Passstrasse und sind nun in einem schnuckeligen Hotel in Aït Ourir gelandet. Der gemütliche Garten soll gemalt werden, die Ruhe hier wird nur von gelegentlichen Lauten des 2 Monate alten Familienzuwachses durchzogen.
Dies ist unser letzter Halt vor dem Abenteuer Marrakesch, sozusagen „die Ruhe vor dem Sturm“.
Atlas
So heisst der Gebirgszug in Nordwestafrika, der die marokkanische Geografie prägt.

Und unser heutiger Routenabschnitt führt über die ersten Höhen des Atlas. Hier ist der Weg das Ziel, die frisch sanierte Strasse eröffnet mit jeder Kurve wieder ein beschauliches Panorama. Domi sieht auch parallelen zu Salta (Argentinien).
Schneller als erwartet sind wir in Ourzazate, auch als Hollywood Nordafrikas bekannt. Erster Stopp waren die Atlas Studios, die Drehort von Szenen diverser bekannter Filme (Lawrence of Arabia, Game of Thrones, die Mumie, Asterix & Obelix: Mission Kleopatra) waren. Ein spannender Einblick in die Pappmaschee-Welt der Filmindustrie.
Der zweite Sightseeing-Stop ist noch die Kasbah Taourirt mitsamt Spaziergang durch die Stadt. Ourzazate ist aufgeräumter, ruhiger und angenehmer als viele der vorherigen Stops.

Eigentlich wären hier zwei Nächte angedacht, und obwohl unser Hotel eine lauschige Dachterasse hat, ziehen wir wohl morgen weiter.
Fürs Abendessen werden wir 100m neben dem Hotel glücklich: es gibt Pasta!
Froher 1. Advent!

Nach dem Frühstück starten wir den Spaziergang zum Centre Ville von Agdz.

Hier kann man auch am Sonntag das Leben & Treiben in der Stadt beobachten. Wir beobachten, betrachten und drehen eine Runde hier & da.
Nach der Stärkung mit Tee am Hauptplatz haben wir den Wendepunkt erreicht und spazieren wieder zurück.

Auf dem Rückweg lassen wir das Städtchen weiter auf uns wirken.

Die Malereien entsprechen nicht immer der Realität, wie dieser prächtige Wasserfall, der momentan einem Rinnsaal gleiche.
Auf dem Abschnitt durch die „Oasen“ der Palmeraie sehen wir: Auch wenn einige Parzellen bewässert werden, ist bei anderen die Dürre sehr offensichtlich.

Hier noch das beliebteste Modell unter den Familienautos.
Zurück in unserem kleinen Paradies geniessen wir das schöne Wetter am Piscine und gönnen uns eine Runde Liegestuhl.
Nach getaner Arbeit erwartet uns eine Art Gemüselasagne, eine willkommene Abwechslung zur würzigen aber nicht unerschöplichen klassisch-marokkanischen Küche.






































